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Verleihung Bundesverdienstkreuz

Dass so viele Weggefährten der "Blaulicht-Familie" zur Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an Josef Steinel kamen, ihm von Herzen gratulierten und der DRK-Vorsitzende Bruno Ketterer gar seinen Urlaub unterbrach, war der schönste Beleg für die Würdigung eines außerordentlichen ehrenamtlichen Einsatzes. Dieser reicht bei Josef Steinel über unvorstellbare 60 Jahre, in denen er für "sein" so sehr geliebtes Rotes Kreuz auf Ebene des Landesverbandes Baden, des Kreisverband Bühl-Achern und im Ortsverein Ottenhöfen-Seebach Verantwortung übernahm, Initiativen ergriff, Projekte startete, Helfergruppen gründete und Aktive ausbildete. Deshalb war die Verleihung der höchsten Auszeichnung der Bundesrepublik Deutschland und die Überreichung durch Staatssekretär Wilfried Klenk eine "Ehrung für das Lebenswerk" des Geehrten, wie dies Bürgermeister Hans-Jürgen Decker in seiner Laudatio treffend feststellte. Denn Josef Steinel verkörpere für die Mitmenschen und das Gemeinwohl schon lange das, was Leitwort für die DRK-Strategie 2030 ist: "Füreinander da. Miteinander stark". Deshalb erhalte genau die richtige Person diese Ehrung, weil dadurch deutlich werde, dass die Demokratie auch Menschen unten an der Basis ehre, die sich so lange selbstlos und freiwillig für andere einsetzen.

Wer etwas Einblicke in das Vereinsleben hat, die Anforderungen an das Ehrenamt kennt und die lebenswichtigen Dienste des DRK und dessen Ortsvereine wie der in Ottenhöfen und Seebach kennt, der weiß, welch einen enormen persönlichen, zeitlichen, ideellen und finanziellen Einsatz Josef Steinel seit dem Eintritt in das DRK 1961 brachte. Dies wurde aus den Ausführungen von Bruno Ketterer lebendig, der an die 1980er Jahre erinnerte, als der damalige Kreis-Bereitschaftsleiter Steinel seinen privaten PKW als Einsatzfahrzeug nutzte und drei Antennen für Funk, Telefon und Radio installierte. "Net long schwätze, mache" war sein Lebensmotto, das er noch immer in permanenter Rufbereitschaft in die Tat umsetzt. Ein "geht nicht, gibt's nicht" war für ihn undenkbar, so Bruno Ketterer, der auch die Grüße des Kreisvorsitzenden Felix Brenneisen überbrachte. Der hatte den Antrag für die Verleihung der hohen Bundesehrung gestellt und diesen auf vier Seiten mit Daten und Fakten über die Leistungen des Geehrten begründet. Sehr schön war, dass die Redner Ehefrau Beate Steinel in die Würdigung einbezogen, auch der Ehemann war sehr dankbar für die vielen gemeinsamen Aktivitäten.

Es war eine würdige, besondere und unterhaltsame Feier mit stimmungsvoller Blasmusik der Achertäler Blasmusikanten (Dirigent Kurt Kiesel), bei der das "Badnerlied" zu stehenden Ovationen der Gäste für Josef Steinel nicht fehlen durfte. Dessen Lebenswerk zeigten Wilfried Klenk und Hans-Jürgen Decker auf und beide stellten fest, in welch hohem Maß der Geehrte Verantwortung übernahm und stets die Menschen und das Gemeinwohl im Blick hatte. Er sei ein "Botschafter für Selbstlosigkeit" und "Vorbild für Mitmenschlichkeit", so Klenk, der dessen "klugen Blick" für eine "nachhaltige Stärkung des Bevölkerungsschutzes" hervorhob. Dabei zeigte sich sein besonderer Charakter, wenn er selbst "die Ärmel hochkrempelte", handelte und die DRK-Werte lebte. Die Zivilgesellschaft brauche solche Menschen, so Decker, der Steinel als einen Menschen bezeichnete, dem es stets um die Sache und nie um die eigene Person ging, der auch für die Dorfgemeinschaft initiativ wurde und eine "Kultur der Mitmenschlichkeit" verkörperte. Beispielgebend war der Ausbau des Rettungswesens in Ottenhöfen und Seebach, die Einrichtung einer Helfer-vor-Ort-Gruppe, die Gründung des Kriseninterventionsteams Achern im Kreisverband, die Ausbildung der Helfer, die technische Ausstattung des Ortsvereins und jüngst die Einrichtung des Testzentrums Seebach. Die dankbare Antwort von Josef Steinel und seine Motivation formulierte er mit Worten des DRK Gründers Henry Dunant: "Edel sei der Mensch, hilfreich und gut." 

Bericht von Roland Steiner